Trotzdem gibt es immer wieder Einzelne, organisierte Banden oder sogar ganze Ketten von Spielbanken, die mit verschiedenen Methoden mehr oder weniger erfolgreich versuchen, sich durch die Manipulation von Spielautomaten zu bereichern. In manchen Fällen sind sogar die staatlichen Aufseher der Spielbank am Betrug beteiligt.
Betrügerische Spielautomaten sind vielleicht in unseren modernen Zeiten ein geringeres Problem, doch es gibt sie noch immer und man sollte entsprechend wachsam sein. Der Begriff des "Einarmigen Banditen" kommt schließlich nicht von ungefähr.
Er hat seinen Ursprung im alten Nevada wo betrügerische Kasinobetreiber die eingehenden Geldströme zu ihren Gunsten umleiteten. Durch mechanische Manipulation, wie z.B. durch einen "Bug", einen kleinen flachen Halbkreis aus Eisen, etwa 2,5 cm lang, der wie ein kleines Insekt aussah und an ein Zahnrad geschraubt wurde, das eine der 3 Walzen steuerte und diese daran hinderte, beim Stoppen der Räder, wenn die Walze gerade dabei war, auf die Gewinnzeile zu treffen, an der entsprechenden Stelle des Zahnrades einzurasten. Somit stoppte die Walze genau oberhalb oder unterhalb der Gewinnzeile, so dass die Gewinnkombinationen nie in der Gewinnzeile erschienen, stattdessen außergewöhnlich häufig direkt ober- oder unterhalb der Gewinnzeile. So wurden die Spieler motiviert und hoffnungsvoll gehalten.
Vor nicht allzu langer Zeit kam eine der größten deutschen Spielbanken-Ketten ins Gerede und in den Verdacht, die in ihren Geschäftshallen aufgestellten Spielautomaten manipuliert zu haben. Diese sollen vom Spielhallenpersonal und via Internet steuerbar gewesen sein, so dass Gewinne gezielt ausgeschüttet werden konnten.
Ist dies in einem Online-Kasino auch möglich? Die bisherige Existenz derartiger Betrügereien sollte darauf hinweisen, in dieser Hinsicht nicht zu naiv zu sein. Zum Beispiel wäre es vielleicht eine gute Idee erst einmal herauszufinden, ob das jeweilige Online-Kasino, bei dem man sich registrieren lassen will, schon einmal an jemanden einen Gewinn ausgezahlt hat.
Auch von Seiten der Spieler kann man unzählige Versuche die Automaten „zu knacken“ zurückverfolgen.
Ältere Geldspielautomaten konnten dazumal mit Gasanzündern manipuliert werden, besonders die halbelektronischen "Einarmigen Banditen" konnte man damit zum Stoppen der Räder bewegen.
Ein bestimmter Geldautomaten-Typ mit CMOS-Logik und einer Front aus Plexiglas wurde mit einem Wollpullover manipuliert. Man konnte im richtigen Moment mit einer elektrostatischen Ladung den Ablauf stoppen und so einen wesentlich höheren Gewinnerfolg als normal erzielen. Allerdings wurden dann 1 - 2 Monate später, alle Automaten mit einem Drahtgitter hinter der Plexiglas Scheibe nachgerüstet.
Auch hört man immer wieder von Banden, die das illegale Knacken von Spielautomaten zu ihrem Beruf gemacht haben. Personal und Gäste werden abgelenkt und die Automaten werden mit Spezialwerkzeugen und Fingerfertigkeit zu Gewinnausschüttungen gebracht.
Der Wunsch zu Wohlstand und Reichtum beflügelt die Erfindungsgabe auch im Zeitalter der modernen Technologien. Manipulationen an Spielautomaten werden heutzutage mit Handys, kleinen selbstgebauten Boxen, die bestimmte Strahlungen aussenden oder einer Computeranalyse des Spiele-Programms (wozu man zunächst den Chip im Inneren des Automaten in seinen Besitz bringen muss), um nur einige der Strategien zu nennen, versucht.
Die Manipulierbarkeit von Geldspielautomaten war jedoch schon immer sehr begrenzt, fiel wegen zurückgehender Einnahmen sofort auf und die betreffenden Automaten wurden dann umgehend ersetzt. Die Spielautomaten-Hersteller beobachten die Szene und die entsprechenden Manipulationsversuche genau und sind ständig dabei die Automaten gegen solche Manipulationen zu sichern. |